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Virtual & Augmented Reality

Von Games & Entertainment in die Industry 4.0

Virtual Reality und Augmented Reality sind dabei sich zügig zu einem integrierten Standard zu entwickeln. Von Entwicklungsprozessen, wie die Prototypoptimierung oder der Anlagenplanung, über Produktionsprozesse, wie die Montageoptimierung und Predictive Maintenance, bis hin zu Betriebsprozessen, wie die Themen Mitarbeiterqualifizierung, Arbeitsschutz als auch Service und Wartung. 

Virtual & Augmented Reality ermöglichen gerade mit ihrem starken Antrieb von der Spielebranche bis zu industriellen Unternehmen nachhaltig innovative Potenziale.

Die Vorteile sind offensichtlich:

  • Effiziente & nachhaltige Prozessgestaltung
  • Intuitive Bedienung
  • Expertenwissen zugänglich machen
  • Komplexität durch Transparenz aufbrechen

Kurz, interaktive 3D Visualisierungen unterstützen den Verständnisgewinn. Mit der heutigen Technologie ist es möglich den nächsten Schritt zu gehen und Information bzw. Wissen auch erlebbar zu machen und mit diesem zu interagieren.

Definition

Aufgrund der Schnelllebigkeit und der rasanten technologischen Weiterentwicklung dieses Innovationsfeldes, dienen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) als Oberbegriffe für 360° Videos, Mixed Reality (MR) oder auch Extended Reality (XR).

Virtual Reality (VR)
Eine computergenerierte, immersive 360-Grad-Welt, in die der Nutzer vollständig eintaucht, sich bewegt und je nach Anwendung auch mit ihr interagiert. Seine physische Umgebung währenddessen nicht mehr wahrnimmt. Diese „Realität“ kann sowohl die Abbildung der realen Welt sein als auch eine kreierte Umwelt.

Der Fokus liegt auf der Erfahrung des Individuums, die virtuelle Welt aus der eigenen Perspektive immersiv zu erleben. Dies wird besonders durch optische und akustische Reize stimuliert, vermehrt werden aber auch haptisches oder olfaktorisches Feedback die Erfahrung anreichern.

Im Gegensatz zu VR bleibt der Nutzer in der Augmented Reality in der physischen Realität und nutzt diese als Grundlage.

Augmented Reality (AR)
Ist als Anreicherung bzw. Erweiterung der physischen Realität mit digitalen Informationen zu verstehen. Diese Informationen werden in Echtzeit und situationsgerecht über die reale Welt gelegt und erweitert sie somit. Hierbei kann es sich um 3D Elemente, Texte, Bilder oder auch Videos handeln.

Dank ihrer individuellen Einsatzpotenziale sind VR und AR keine Konkurrenzprodukte und werden bereits vielseitig und erfolgreich eingesetzt und beweisen sich als geschäftstaugliche Technologien. Beide Technologien sind angewiesen auf Endgeräte - von Smartphones und Tabletts bis zu speziellen Brillen und Headsets.

VR & AR in Berlin

Mit Berlin als führendem Medienkreativstandort Deutschlands mit der Nähe zu den Filmstudios Babelsberg hat sich die regionale Stärke der Narrative und der Content-Produktion herausgebildet. So sind die Bereiche Games und Entertainment die umsatzstärksten Anwendungsbereiche in der Region.

Insbesondere VR wird noch stark im Entertainment-Bereich verortet. Die Computerspiele-Industrie ist weiterhin ein wesentlicher Treiber von VR und so transferieren Begriffe wie Gamification (intuitive und motivationssteigernde Prozesse) vermehrt in die Industrie über.

Als Querschnittstechnolgie erstreckt sich das Anwendungspotenzial jedoch über einer Vielzahl von Branchen. Insbesondere die Medizintechnik hat bereits in Berlin eine Vielzahl an Anwendungen integriert.

Weitere Branchen, die diese immersiven Technologien einsetzen sind unter anderem:

Die Anwendungsbereiche sind ebenso vielfältig:

  • Training & Ausbildung
  • Produktentwicklung
  • Service, Wartung & Reparatur
  • Therapie & Diagnose
  • Usability & Ergonomie
  • Vertrieb & Sales
  • Kooperation & remote Kollaboration

Was kommt als nächstes?

Das Interesse an AR und VR ist enorm, aber die Anwender sind noch vorsichtig mit der initialen Integration in ihre Unternehmen und zögerlich große Investitionssummen einzuplanen. Und doch gibt es Vorreiter, die mit internen VR / AR-Bereichen bereits unternehmensspezifische Lösungen erarbeitet.

Durch den rasanten Fortschritt der Technologie wird diese Entwicklung gefördert und die allgemeine Zurückhaltung gleichzeitig abgebaut. Die Produktionskosten sinken dank immer erschwinglicheren Endgeräten, während sich die Anwendungsmöglichkeiten vervielfältigen - durch hochauflösende Kameras, leistungsstärkere Prozessoren sowie Grafikkarten und insbesondere dem Fortschritt in der Sensorik, oder der Objekterkennung, welche gerade für die industrielle Produktion eine spannende Entwicklung ist.

Diese Prozesse werden vorangetrieben durch den starken wissenschaftlichen Fokus auf immersive Medien von Institutionen wie dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, der hoch qualifizierten Ausbildung von Nachwuchs-Entwicklern wie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, als auch der innovativen unternehmerischen Landschaft Berlins mit Innolabs, Acceleratoren etc.